Wildschweine für Kids

 

An dieser Stelle wird speziell für die jüngeren Seitenbesucher das Leben und die Art der Wildschweine erklärt. Die Übersicht findet ihr auf jeder Seite, so dass ihr immer direkt zu eurer Wunschseite springen könnt. © Frank Siegwarth / wildschweine.net

Viel Spaß beim Betrachen der Seite!


Übersicht:
Seite 1 - von der Art, wie Wildschweine leben - das Leben der Familie Wutz

Seite 2 - wie sieht denn so ein Wildschwein aus?
Seite 3 - warum liegen Wildschweine so oft im Matsch?
Seite 4 - stinken Wildschweine wirklich?
Seite 5 - was Wildschweine so fressen!
Seite 6 - wo leben denn die Wildschweine?
Seite 7 - sind Wildschweine gefährlich?

Seite 8 - die Hochzeit der Wildschweine
Seite 9 - Schlusswort


Seite 1 - von der Art, wie Wildschweine leben - das Leben der Familie Wutz

Wildschweine leben in einer Familie, die man Rotte nennt. Tatsächlich sind alle Schweine dieser Rotte miteinander verwandt.
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Angeführt wird diese Rotte von einer Chefin, der so genannten Leitbache. Sie ist die älteste und erfahrenste Bache der Rotte. So führt sie die Rotte zu den Futterplätzen und beschützt sie vor Gefahren.

Rotte
Familie Wutz am Waldrand - eine Wildschweine-Familie nennt man Rotte

Dann gibt es noch meist 3 oder 4 andere Bachen.
Übrigens, die Wildschweindamen nennt man Bachen. Diese Bachen können bei uns in Deutschland bis zu 1,5 m lang und ca. 70 cm hoch werden. An Gewicht erreichen sie ca. 70 Kg und etwas schwerer. Mehr als 100 Kg werden selten erreicht. In anderen Ländern können die Wildschweine auch größer und schwerer werden.
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weibliche Wildschweine nennt
man Bachen
die Leitbache ist die Chefin der Rotte

Die Wildschweinbabys, von denen jede Bache jedes Jahr zwischen 2 und 8 Stück hat, nennt man Frischlinge. In der Zeit von Januar bis April werden die Frischlinge geboren. Diese Geburt nennt man Frischen. Zur Welt kommen die Wildschweinbabys in einem Wurfkessel, der irgendwie an ein großes Vogelnest erinnert. In diesem Kessel zieht sich jede Bache alleine zurück, wenn sie merkt, dass die Stunde der Geburt naht. Dieser Kessel, wird aus Ästen, Blättern, Gras und Moos gebaut, so dass es in diesem immer mollig warm ist, auch wenn es draußen schneit und stürmt.
Wildschweine wechseln von Zeit zu Zeit den Kessel und bauen einen neuen, um sich vor Feinden zu verbergen.
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Der Kessel ist sozusagen das Schlaf- und das Kinderzimmer der Wildschweine in einem.

Wasserkessel
Wildschweine wohnen in einem Kessel,
aber nicht in so einem....
Kessel
.... sondern in so einem, aus Ästen, Blättern, Gras und Moos.

Die Wildschweine einer Rotte sind so eng miteinander verbunden, dass sich alle Frischlinge nach ca. 1-2 Wochen zusammen aufhalten und miteinander herum toben. Die Frischlinge erkennen ihre Mutter an ihrer Stimme. Diese Töne nennt man Prägungslaute. Gesäugt, so nennt man das Milchtrinken der Frischlinge, werde die Frischlinge anfangs ungefähr ein mal pro Stunde. Dabei sind die hinteren Plätze bei Mama-Wutz die begehrtesten, denn hier gibts am meisten Milch. © Frank Siegwarth / wildschweine.net
An seinem ersten Geburtstag wird der Frischling zum Überläufer. Diese Überläufer trennen sich nun nach und nach von ihrer Elternrotte und bilden eigene Rotten. Diese Rotte von halbstarken Wildschweinen nennt man dann Überläuferrotte. Die weiblichen Überläufer bleiben als Rotte ein Leben lang zusammen. Die Überläufer-Keiler trennen sich später von der Überläuferrotte und ziehen dann irgendwann alleine durch den Wald. Ab dem zweiten Geburtstag nennt man die Wildschweine nicht mehr Übeläufer. Man sagt dann nur noch zweijähriger Keiler, oder zweijährige Bache, je nachdem, wie alt das Wildschwein ist.
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Ausgewachsen ist ein Wildschwein mit 5 Jahren, wobei es dann noch an Gewicht zulegen kann.
Wildschweine brauchen den Kontakt zu den anderen Wildschweinen innerhalb ihrer Rotte. Oftmals liegen sie dicht beieinander, mal Rücken an Rücken, oder auch mal Schnauze an Schnauze. Das nennt man Kontaktliegen.
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Wildschweine mit Frischlingen - die Wildschweinmutter säugt ihre Frischlinge anfangs ungefähr ein mal pro Stunde. Die hinteren Plätze sind die begehrtesten, da die hinteren Zitzen am meisten Milch geben.

Frau Wutz gesellt sich zu einer Bache mit ihrem Frischling
- Wildschweine brauchen direkten Kontakt - das nennt man Kontaktliegen

Der Mann unter den Wildschweinen heißt Keiler. Der Keiler hat mit der Rotte nur wenig zu tun, ja er wird sogar von der Leitbache vertrieben, wenn er zu nahe kommt. © Frank Siegwarth / wildschweine.net
Ein Keiler zieht also als Einzelgänger alleine durch den Wald, wobei ihm das nur recht ist, denn er hat gerne seine Ruhe. Einen Keiler kann man gut an seinen großen, messerscharfen Eckzähnen erkennen, die man auch Hauer oder Waffen nennt. Der Keiler hat von diesen großen Eckzähnen vier Stück. Zwei im Oberkiefer und zwei im Unterkiefer. Aller vier Eckzähne zeigen nach oben.
Herr Wutz kann in Deutschland rund 150 Kg schwer, 90 cm hoch und 1,5 m lang werden. Alles was größer und schwerer ist, gilt bei uns in Deutschland als selten.
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In anderen Ländern können auch die Keiler größer und schwerer werden.

Übrigens, ein Wildschwein kann bis zu 20 Jahren alt werden.

Keiler
Herr Wutz, der Wildschweinkeiler

 

 


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