Das soziale Verhalten von Wildschweinen und das Leben auf wildschweinische Art


Das Suhlen ist eines der wichtigsten Beschäftigungen der Wildschweine. Vertiefungen, kleine Senken und Gräben in denen sich Wasser ansammelt, eignen sich bestens als Suhlen. Grund für das Schlammbad ist zum einen die Regulierung der Körpertemperatur, die ab ca. 23° Celsius notwendig wird, denn Schweine können nicht schwitzen!
Außerdem befreit der Schlamm das Tier von lästigen Mücken, Läusen oder Zecken. Aus diesem Grund wird nicht gewartet, bis die Temperatur die 23° Marke übersteigt. Nur die Frischlinge warten mit dem ersten Schlammbad bis sie etwas größer sind.
© Frank Siegwarth / wildschweine.net
Bei großer Hitze wird sich mehrmals am Tage gesuhlt und an kalten Tagen findet es ehr selten, oder gar nicht statt.
Leider sind unsere borstigen Freunde nicht so gelenkig, als dass sie sich überall kratzen könnten. Hat ein Wildschwein mal ein Kratzbedürfnis, so kann es dieses an einem sogenannten Mahlbaum befriedigen. Hier wird sich ausgiebig "geschrubbt" und "geschubbert"!
© Frank Siegwarth / wildschweine.net
Die Mahlbäume haben allerdings noch die Aufgabe, ein Revier abzugrenzen. Hierfür werden diese Bäume mit duftstoffhaltigem Speichel oder mit Sekreten aus den Augendrüsen markiert. Aber auch keiler markieren Bäume mit ihren Waffen um territoriale Ansprüche geltend zu machen.






Markierung eines Keilers
diese "Schnitzereien" hat ein Keiler mit
seinen Waffen in den Baum geritzt
Mahlbaum
ein Mahlbaum - an diesem Baum wurde sich zweifelsohne
schon mehrfach geschubbert

 

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