Das soziale Verhalten von Wildschweinen und das Leben auf wildschweinische Art


Wildschweine sind Omnivore, also Allesfresser (ca. 90% pflanzlich und 10% tierisch). Sie ernähren sich von z.B. Gräsern, Klee, Löwenzahn, Eicheln, Pilze, Fallobst, Brennessel, Mais, Kartoffeln, Würmern, Schnecken, Engerlingen, Insekten und deren Larven u.s.w.. Es kann allerdings auch mal ein Kleinsäuger wie z.B. eine Maus, oder ein Bodenbrüter auf dem Speiseplan stehen, wenn sich die Gelegenheit ergibt. Kastanien hingegen stehen entgegen der Literatur nicht auf dem Speisezettel. Die Ausnahme bei den Kastanien bilden die Maronen.
Zum Ärger der Bauern wird in nächtlichen "Raubzügen" auch mal ein Feld "geplündert".
© Frank Siegwarth / wildschweine.net
Wenn man das liest, könnte man auf den Gedanken kommen, dass diese Wildschweine alles fressen, was ihnen vor den Rüssel kommt.
Doch dies ist ein großer Irrtum, denn hier haben wir es mit ausgesprochenen Feinschmeckern zu tun, welche bei entsprechendem Nahrungsangebot sehr wählerisch sein können.
Der Rüssel des Wildschweins ist ein ganz erstaunliches Werkzeug. Der Fachmann bezeichnet diese Kombination der Grab- und Wühlwerkzeuge als Gebrech. Deshalb wird das Umgraben des Bodens auch als Brechen bezeichnet.
© Frank Siegwarth / wildschweine.net
Die weiche und doch so kräftige Rüsselscheibe machen den Rüssel zu einem hervorragenden Such- und Wühlwerkzeug, mit dem es ein Leichtes ist, sich im Boden verborgene Nahrung zu eigen zu machen. Verfeinert wird dies durch die Tasthaare an und auf der Rüsselscheibe.
Auch die Hufe der Wildschweine sind ein hervorragendes Grab- und Wühlwerkzeug.
© Frank Siegwarth / wildschweine.net

 

Überläufer bricht den Boden auf
aufgebrochener Waldboden -
Wildschweine wühlen nicht aus Spaß
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